Lösungsorientiert arbeiten statt Posten sichern

FDP unterstützt unabhängigen Kandidaten Thomas Diebenbusch in der Stichwahl

„Für uns stehen keine zweiten oder dritten Bürgermeisterposten im Vordergrund, sondern Lösungen für die Herausforderungen in Oberasbach. Deshalb unterstützen wir als FDP in der Stichwahl den parteilosen Kandidaten Thomas Diebenbusch“, so Oliver Steinert, Ortsvorsitzender der Liberalen.

In einem gemeinsamen Gespräch am Abend nach der Wahl, an dem auch Vertreter der Grünen und Freien Wähler teilgenommen haben, habe man sich auf einen Reformfahrplan für Oberasbachs prekäre finanzielle Lage verständigt, so Steinert. „Mit dem überparteilichen Kandidaten der Grünen und der Freien Wähler wollen wir die für Oberasbach dringend notwendigen Gewerbeansiedlungen realisieren“, sagte Georg Peter, frisch gewählter Stadtrat der FDP, im Anschluss an das Gespräch. Anders als die CSU, die BI und die SPD wolle man sich nicht auf die Erhöhungen der Grund- und Gewerbesteuern beschränken. „Wem bei finanziellen Herausforderungen nur einfällt, alle Bürgerinnen und Bürger zur Kasse zu bitten, hat keinen Plan für eine nachhaltige Sanierung des städtischen Etats“, so Thomas Peter, langjähriger Stadtrat der FDP Oberasbach. Die Unterstützung der Vereine und des kulturellen Lebens in Oberasbach durch die Stadt, sei ohne eine Stärkung der städtischen Einnahmen dann auf Jahre hinaus nicht möglich, so Th. Peter weiter. Deshalb sei die Unterstützung von Diebenbusch auch die Entscheidung für eine vielfältige und engagierte Stadtgesellschaft.

Dass der Bürgermeisterkandidat der CSU ausgerechnet Stefan Zeilinger von der BI als Unterstützer gewonnen habe, müsse die Wählerinnen und Wähler irritieren, sagte Steinert. Zeilinger habe im Wahlkampf aggressiv gegen „die Schwarzen“ plakatiert und wolle nun auf deren Ticket ins Amt des dritten Bürgermeisters, so der Ortsvorsitzende der FDP. Zudem habe der BI-Vorsitzende öffentlich mehrfach keinen Hehl daraus gemacht, dass für ihn die Lösung der Haushaltsprobleme nur in Steuererhöhungen liegen. „Wer überdies Stadtratssitzungen in einer öffentlichen Podiumsdiskussion als „Kinderfasching“ bezeichnet, lässt berechtigte Zweifel an seiner Qualifikation für ein öffentliches Amt als dritter Bürgermeister oder Stadtrat aufkommen.“, sagte Steinert. Nach der Wahl habe es Zeilinger noch auf die Spitze getrieben, als er gegenüber der Presse angesichts des Wahlergebnisses Zweifel an der Mündigkeit mancher Bürger äußerte.

Auch Marco Haas gehe es wohl weniger um die Lösung der aktuellen städtischen Herausforderung, sondern vor allem um den Posten des Bürgermeisters. Anders sei die plötzliche politische Freundschaft von CSU und BI nicht zu interpretieren, so G. Peter. Haas habe während der Podiumsdiskussionen immer von einem Sanierungsplan gesprochen, von vermeintlichen fünf Punkten, die er aber nie konkretisieren konnte.

„Gemeinsam mit dem parteilosen Thomas Diebenbusch als Bürgermeister und den Fraktionen der Grünen und Freien Wähler wollen wir Liberale mit einem Reformplan nachhaltig Oberasbachs Stadtkasse sanieren: über Gewerbeansiedlungen, das Schließen von Baulücken im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen in den Bereichen kommunale Dienstleistungen und Digitalisierung“, sagte G. Peter. Auch beim dritten zentralen Thema der Liberalen, der Schulwegsicherheit, sei man sich einig, schnell Verbesserungen zu erwirken, so der neue Stadtrat weiter.